I Impressum I Kontakte I
 
22 | 02 | 2012
Infos zu Equine Infektiöse Anämie !! Drucken

 

Ansteckende Blutarmut der Einhufer (Equine Infektiöse Anämie, EIA)
Nachfolgender Text stammt von der homepage des Friedrich-Loeffler-Instituts (=FLI) Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
Bitte aufmerksam durchlesen!!
Seit dem 01.09.2010 wurde bei 18 Pferden und 1 Esel in Deutschland die ansteckende Blutarmut der Einhufer festgestellt. 17 Tiere stammen aus Rumänien, 2 der infizierten Pferde hatten Kontakt zu aus Rumänien verbrachten EIA-positiven Tieren. Fünf infizierte Tiere wurden in Hessen ermittelt und je eines in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Die restlichen Tiere wurden in Bayern ermittelt.

Die Tiere aus Rumänien wurden vermutlich ohne die erforderlichen Gesundheitszeugnisse und Untersuchungsergebnisse nach Deutschland transportiert. Die ansteckende Blutarmut der Einhufer ist eine anzeigepflichtige Tierseuche.
Bei der Erkrankung handelt es sich um eine Virusinfektion von Pferden und anderen Einhufern (z.B. Esel, Maultiere und Zebras), die sich als akute oder chronische Krankheit mit Fieberschüben zeigt und nach unterschiedlich langem Verlauf tödlich enden kann. Jedoch treten in 30-90 % der Fälle keine Krankheitssymptome auf, die Tiere bleiben gesund erscheinende Virusträger, sogenannte asymptomatische Carrier.
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch blutsaugende Insekten, eher selten durch direkten Kontakt zwischen den Tieren. Die Inkubationszeit beträgt etwa zwei bis sechs Wochen. Die betroffenen Tiere müssen getötet werden, da sie lebenslang Virusträger bleiben. Eine Behandlung oder Impfung ist nicht möglich. Menschen sind nicht gefährdet.

Die Krankheit tritt überwiegend in Nord- und Südamerika, Afrika, Asien Australien sowie Süd- und Osteuropa auf. Rumänien gilt als Endemiegebiet für die ansteckende Blutarmut der Einhufer. In nord- und mitteleuropäischen Ländern kommt die Krankheit nur sporadisch vor.

Tiere mit unklarer Symptomatik (therapieresistente Fieberschübe) sollten sofort dem Haustierarzt vorgestellt werden. Bei Seuchenverdacht muss das Veterinäramt informiert werden. Vor dem Ankauf von Pferden unklarer oder verdächtiger Herkunft muss dringend gewarnt werden.

Stand: 29.10.2010